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Hürden der Existenzgründung

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Allgemeine Hürden einer Existenzgründung

Mit dem Schritt in die Selbstständigkeit geht eine Vielzahl an Herausforderungen einher, denen sich der Existenzgründer zu stellen hat. Dazu zählt keinesfalls nur der Abschluss der Gewerbeversicherungen. Von der Gewerbeanmeldung über die Einholung von Genehmigungen bis hin zu steuerlichen Belangen und der Akquise von Mitarbeitern hat der Gründer gerade in der Anfangszeit den Kopf voll. Hinzu kommen der Aufbau des eigentlichen Kerngeschäfts und die Frage nach der Finanzierung.

Was sollte man bei der Überwindung eben dieser Hürden besonders beachten, um nicht bereits an den ersten Schritten seiner Selbstständigkeit zu scheitern?

Hürden der Existenzgründung.


Die ersten Schritte: Der Sprung ins kalte Wasser

Als Existenzgründer ist man im Regelfall auf sich allein gestellt. Viele Probleme stellen sich für den Gründer das erste Mal im Leben, da die entsprechenden Hürden viel zu speziell sind, als dass man sich hiermit im „normalen“ Alltag beschäftigen würde. Positiv ist hierbei, dass Existenzgründer erfahrungsgemäß immer voller Tatendrang und damit hochmotiviert sind. Sie lassen sich so einfach nicht entmutigen und das ist auch gut so. Die Kunst besteht darin, während der Gründungsphase motiviert zu bleiben und die wesentlichen Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren. Gerade von bürokratischen Hürden sollte man sich nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen lassen und zielstrebig bleiben. Denn sind die großen Probleme erst einmal bewältigt, steht einer erfolgreichen Umsetzung seiner Geschäftsidee kaum noch etwas im Wege.

Tipp: Für Existenzgründer gibt es in vielen Fällen attraktive Fördermittel. Dazu gehören insbesondere günstige Gründerkredite, Bürgschaften und Zuschüsse für die Existenzgründung. 


Gewerbeanmeldung / Rechtsform 

Zunächst einmal muss der Existenzgründer sein Gewerbe entsprechend beim zuständigen Gewerbeamt registrieren lassen. Das Finanzamt setzt das Ordnungsamt, die Berufsgenossenschaft sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. die Handwerkskammer (HWK) in Kenntnis. Für die Gewerbeanmeldung fallen Kosten an, die je nach Amt zwischen 10 und 40 Euro betragen. Die IHK oder die Berufsgenossenschaft erheben zusätzliche meist jährliche Beiträge für die Mitgliedschaft.

Übrigens: Freiberufler bleiben von der Gewerbeanmeldung verschont. Sie müssen lediglich eine Steuernummer beantragen. Freiberuflich arbeitet gemäß §18 EstG (Einkommenssteuergesetz), wer selbstständig wissenschaftliche, schriftstellerische, künstlerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten ausübt. Im Zweifel hilft die Behörde bei der Einordnung, ob man Freiberufler ist oder nicht!

Zudem hat der Existenzgründer die Qual der Wahl aus verschiedenen Unternehmer- oder Personengesellschaften als Rechtsform für sein Unternehmen. Mit ihnen gehen jeweils unterschiedliche haftungsrechtliche, steuerliche und finanzielle Besonderheiten einher. Viele Gründer starten mit einer Einzelunternehmung oder einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Hierbei handelt es sich genau wie bei einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) oder Kapitalgesellschaft (KG) um Personengesellschaften. Vorteile: Geringe Gründungskosten und ein unbürokratischer Prozess.

Wer seine Haftung jedoch beschränken will und privat autonom bleiben will, sollte sich für eine Unternehmergesellschaft entscheiden. Klassiker sind hier die AG, Limited, GmbH oder seit 2008 auch die UG (haftungsbeschränkt), die auch als Mini-GmbH bezeichnet wird und mit nur einem Euro Startkapital gegründet werden kann. Die UG erfreut sich bei Gründern immer größerer Beliebtheit. Aber Vorsicht: 25 Prozent vom erwirtschafteten Gewinn müssen als Rücklage genutzt werden bis das GmbH-Kapital von 25.000 Euro angespart ist. Dieses Geld steht demzufolge nicht für Investitionen zur Verfügung!


Genehmigungen

Für immer mehr berufliche Tätigkeiten müssen die Gründer spezifische Genehmigungen nachweisen. Diese müssen natürlich im Zuge der Gewerbeanmeldung ebenfalls eingeholt werden. So muss ein Handwerker beispielsweise in die Handwerksrolle bzw. dem Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe eingetragen werden. Gastronomen und Hoteliers müssen in der Regel eine Unterweisung bei der IHK nachweisen und spezielle Sachkundenachweise bringen. Auch als Taxiunternehmen braucht man eine Konzession von den Behörden.

Um sicher in Erfahrung zu bringen, ob für seine angestrebte Tätigkeit eine Genehmigung erforderlich ist, sollte man sich vorab am besten bei der IHK oder HWK informieren.


Mitarbeiter

Der Grundstein für den Erfolg eines Unternehmens ist neben dem Gründer selbst natürlich auch sein Team. Eine große Hürde besteht also in der Akquise von erfahrenen Mitarbeitern. Gerade zu Beginn  ist es oftmals gar nicht so einfach, kompetentes Personal mit dem erforderlichen Know-how zu finden. Schließlich kann man oftmals kein übertarifliches Gehalt oder eine besondere Jobsicherheit garantieren. Als Existenzgründer kann man bei der Mitarbeitersuche jedoch mit anderen Vorzügen punkten: Flache Hierarchien, Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter und zeitnaher Aufstieg. Empfehlenswert ist es, sich gerade als Gründer für Mitarbeiter zu entscheiden, die bereits Erfahrung nachweisen können. Diese Kompetenzen können dann in das Unternehmen einfließen. Wichtig ist es zudem gerade als neu gegründetes Unternehmen auf eine effektive Personalplanung zu achten. Das bedeutet auch: Keine personelle Unterbesetzung. Das führt schnell zu Unzufriedenheit – nicht nur in den eigenen Reihen, sondern auch bei Geschäftspartnern und steht letztendlich dem Wachstum im Weg.

Außerdem muss jeder Betrieb, der Mitarbeiter beschäftigt, diese bei der gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung melden. Bei Minijobbern ist die Minijobzentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See zuständig. Bereits ab dem ersten Angestellten muss der Existenzgründer zudem der Berufsgenossenschaft beitreten, um die gesetzliche Unfallversicherung zu gewährleisten.


Finanzierung und Businessplan

Eine entscheidende Hürde für viele Existenzgründer ist die Finanzierung der anfänglich notwendigen Investitionen. Geschäftsausstattung muss beschafft, Betriebsräume gemietet oder gar gekauft und Mitarbeiter bezahlt werden. Gerade in der Anfangszeit nach der Gründung entstehen damit hohe Kosten, denen meist keine nennenswerten Einnahmen gegenüberstehen. Ohne eigene Ersparnisse bleibt dem Gründer nur die Suche nach einem finanzstarken Investor oder einem Kredit bei der Bank. Beide Alternativen setzen meist einen detailreichen Businessplan voraus. In einem solchen Plan bekommt die eigene Geschäftsidee ihr Fundament. Außerdem dient der Businessplan als Fahrplan für die zukünftige Unternehmensentwicklung: Welche konkreten Ziele sollen erreicht werden (Umsatz/Gewinn/Mitarbeiter)?


Balance zwischen Privat- und Berufsleben finden

Insbesondere Existenzgründer haben oftmals große Schwierigkeiten, die richtige Balance zwischen Privat- und Berufsleben zu finden. Sie neigen dazu, sich der Arbeit zu verschreiben und damit Freunde und Familie zu vernachlässigen. Die Work-Life-Balance ist für die persönliche Zufriedenheit im Leben von enormer Wichtigkeit. Gerade Existenzgründern fällt es schwer „abzuschalten“ und sind nicht selten Tag und Nacht damit beschäftigt, Ideen zu entwickeln und Probleme zu bewältigen. Die immer häufigere Folge: Burnout. Um als Existenzgründer, also Unternehmer, langfristig erfolgreich zu sein, sollte stets ein Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben angestrebt werden – am besten über Hobbys, Freunde und Familie.


Versicherungen

Die letzte Hürde an dieser Stelle bildet das Thema Versicherungen. Für Gründer ist ein ausreichender Versicherungsschutz unabdingbar, um seine Existenz nicht von Beginn an dem Zufall zu überlassen. In der Vergangenheit ist es nämlich häufiger dazu gekommen, dass eine frisch aufgebaute, berufliche Existenz durch ein kleines Missgeschick zerstört wurde, weil die benötigte Gewerbeversicherung nicht vorlag. Versicherungen, die man als Existenzgründer auf ihre Notwendigkeit für den eigenen Betrieb prüfen sollte, sind insbesondere die Betriebshaftpflichtversicherung, Vermögensschadenshaftpflichtversicherunggewerbliche Rechtsschutzversicherung sowie die Inhaltsversicherung.

Mit dem Online-Tarifvergleich von Gewerbeversicherung24 können die Tarife der verschiedenen Versicherer einfach, schnell und transparent miteinander verglichen werden. In nur 15 Minuten kann man hier bereits zum Abschluss der benötigten Versicherungen kommen. Der Tarifvergleich ist dabei intuitiv bedienbar. Zunächst muss das jeweilige Tätigkeitsfeld (z.B. Elektroinstallationsbetrieb) angegeben werden. Im Anschluss werden sinnvolle Gewerbeversicherungen vorgeschlagen, die sich dann nach Angabe einiger Daten bequem miteinander vergleichen lassen. Dank Gewerbeversicherung24 ist diese Hürde jedenfalls schnell gemeistert!


Fazit

Ein Existenzgründer hat vielseitige Hürden zu überwinden. Da wären nicht nur die Gewerbeanmeldung und die damit verbundene Wahl der Rechtsform, sondern auch die Einholung von Genehmigungen sowie die Mitarbeiterproblematik. Hinzu kommen steuerliche Herausforderungen, die Finanzierungsfrage und der benötigte Versicherungsschutz als Hürde. Natürlich sind die hier geschilderten Hürden nicht als abschließende Auflistung zu verstehen. Der Existenzgründer wird sich in der Anfangszeit noch mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert sehen. Wichtig ist es, trotzdem von seiner Geschäftsidee überzeugt zu bleiben und die Motivation zu keinem Zeitpunkt zu verlieren. Durchhaltevermögen und persönliche Überzeugung sind oftmals der Schlüssel zum Erfolg!


 

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