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Glossar - Unser Lexikon mit allen wichtigen Begriffen zum Thema Gewerbeversicherung

Einfache und kurze Erklärungen zu relevanten Fachbegriffen

Erstinformation - Gewerbeversicherung24 ist Ihr kompetenter Versicherungsmakler für Gewerbeversicherungen

 

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A

 
 

Allmählichkeitsschaden

Bei dieser Schadensart handelt es sich um jene Schäden, die nicht direkt im Anschluss an einen Schadenfall, sondern nach und nach erst in Erscheinung treten.

 

All-Risk-Versicherung

Bei sogenannten All-Risk-Versicherungen ist der Versicherungsumfang in der Regel deutlich höher als bei ‚regulären‘ Versicherungen. Während hierbei normalerweise nur die in der Police aufgeführten Schäden abgedeckt werden, sind in der All-Risk-Versicherung alle denkbaren Risiken versichert, außer jene, die in der Police explizit als Ausschluss genannt werden.

Automatische Leistungsverbesserung

Dieser Tarifbaustein ist gleichwertig mit einer Update-Garantie. Dem Versicherungsnehmer wird zugesichert, dass alle, nach Versicherungsabschluss neu hinzukommende, prämienneutrale Tarifoptimierungen automatisch auch für bestehende Tarife gelten.

 

 

B

Bauartklasse

Durch Bauartklassen teilen Versicherungsunternehmen Gebäude kategorisch in Risikogruppen. Dies dient der Einschätzung des individuellen Schadenrisikos. Es wird zwischen fünf Bauartklassen unterschieden. Maßgeblich für die Einteilung in die jeweiligen Bauartklassen sind die Dacheindeckung und Bausubstanz des zu versichernden Gebäudes. Je niedriger die Bauartklasse, desto geringer das Schadensrisiko und damit die zu zahlende Prämie für den Versicherungsnehmer.

 

Bauherr

Bauherr ist die im Baurecht verwendete Bezeichnung für den rechtlich und wirtschaftlich verantwortlichen eines Bauvorhabens. Dieser trägt die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung des eigenen oder ihm übertragenen Bauvorhabens. Um das finanzielle Risiko einer Pflichtverletzung bezüglich Personenschutz, Auswahl-, Verkehrssicherungs-, Überwachungs- und Eingreifpflicht so gering wie möglich zu halten, können sich Bauherren über eine Bauherrenhaftpflichtversicherung absichern.

 

Bauherrenhaftpflichtversicherung

(Siehe auch Bauherr)

Diese Versicherung richtet sich an Bauherren, welche sich hiermit gegen Schadenkosten durch Pflichtverletzungen absichern können. Da der Bauherr für alle Vorgänge des ihm unterliegenden Bauvorhabens verantwortlich ist, kann er im Schadenfall auch haftbar gemacht werden, ist . Die Vertragslaufzeit der Versicherung richtet sich nach Bauzeit, Deckungssumme und Bausumme.

 

Be- und Entladeschaden

Diese Schadensart fällt unter die Kategorie der Tätigkeitsschäden. Sie treten auf, wenn fremde Waren beim Be- oder Entladevorgang beschädigt werden. Versichern lässt sich das Risiko bei Bedarf als Zusatzleistung der Betriebshaftpflichtversicherung. Be- und Entladeschäden an eigenen Waren lassen sich über die Transportversicherung abdecken.

 

Berufshaftpflichtversicherung

Berufliche Tätigkeiten, welche ein erhöhtes Risiko für Vermögensschäden aufweisen, lassen sich durch eine Berufshaftpflichtversicherung absichern. Besonders beratende, verwaltende, prüfende, begutachtende und vollstreckende Tätigkeiten weisen hierbei ein erhöhtes Risiko auf. Die Versicherung übernimmt vordergründig reine Vermögensschäden, kommt jedoch tarifabhängig auch für Personen- und Sachschäden auf. Für einige Berufe ist eine Berufshaftpflichtversicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Betriebshaftpflichtversicherung

Sie schützt Selbstständige vor den Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensfolgeschäden. In Deutschland haftet grundsätzlich jeder Unternehmer im Schadenfall uneingeschränkt und in voller Höhe, weshalb eine Betriebshaftpflichtversicherung besonders für kleine und mittlere Unternehmen von hoher Relevanz ist. Besteht diese nicht und es kommt zum Schaden, kann dies schnell das Weiterbestehen des Unternehmens gefährden.

 

Betriebsunterbrechungsversicherung

Identisch mit Ertragsausfallversicherung

Diese Versicherung kann wahlweise als eigenständige Police (mittlere, bzw. große Betriebsunterbrechungs-) oder als Teil einer Inhaltsversicherung (kleine Betriebsunterbrechungsversicherung) abgeschlossen werden. Sie kommt für die Folgen eines Betriebsausfalls auf und übernimmt sowohl Gewinneinbußen als auch fortlaufende Kosten (beispielsweise Personalkosten).

 

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme ist eine Kennzahl aus dem Bereich des Rechnungswesens. Sie setzt sich aus der Summe des Anlage- und Umlaufvermögens (Aktivseite) und des Eigen- und Fremdkapitals (Passivseite) zusammen. Im Versicherungsbereich spielt sie beispielsweise für die D&O-Versicherung eine Rolle. Hier sollte die Deckungssumme mindestens 10% der Bilanzsumme des zu versichernden Unternehmens betragen.

 

Bonität

Die Bonität eines Unternehmens wird anhand der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit ermittelt. Zahlungsfähigkeit sowie das vergangene Zahlungsverhalten eines Unternehmens sind ausschlaggebend. In der Versicherungswelt spielt Bonität zum Beispiel im Rahmen der Kautionsversicherung eine Rolle: Hier prüft der Versicherer vor Versicherung einer Bürgschaft die Bonität des zu versichernden Unternehmens. Von ihr hängt die Höhe der Prämie ab.

 

Bruttojahreslohnsumme

Die Bruttojahreslohnsumme berechnet sich für den Zeitraum eines Jahres und muss zu Beginn eines jeden Jahres der verantwortlichen Berufsgenossenschaft mitgeteilt werden. Sie setzt sich aus den Gehältern aller in einem Betrieb beschäftigten Personen, samt Lohnsteuer und Sozialleistungen, zusammen.

 

 

C

Cyberversicherung

Ein Betrieb muss kein reines Online-Unternehmen sein um von einer Cyberversicherung zu profitieren: Finden gewerbliche Tätigkeiten jeglicher Art online statt, bietet sich der Abschluss einer Cyberversicherung an. Sie schützt vor finanziellen Schäden infolge von Cyber-Kriminalität (beispielsweise Hacker-Angriffe) und ist im digitalen Zeitalter ein sinnvoller Schutz. 
 

 

 

D

Deckungsausschluss

Identisch mit Risikoausschluss

Keine Versicherung bietet unbegrenzten Versicherungsschutz. Unter dem Risiko- oder auch Deckungsausschluss lässt sich die Menge aller Risiken zusammenfassen, die der abgeschlossene Versicherungstarif nicht abdeckt. Der Risikoausschluss muss bei Vertragsabschluss klar definiert werden.

 

Deckungssumme

Identisch mit der Versicherungssumme

Versicherer zahlen im Schadensfall nicht unbegrenzt, weshalb zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer eine Deckungssumme vereinbart wird. Diese beschreibt den Betrag, welcher im Schadensfall maximal von der Versicherung ausgezahlt wird. Die Summe sollte im besten Fall den höchstmöglichen Schaden abdecken, sodass das Unternehmen umfassend vor Schadenskosten abgesichert ist.

Directors&Officers(D&O)-Versicherung

Die D&O-Versicherung richtet sich an Führungskräfte von Unternehmen. Da diese beruflich große Verantwortung tragen, besteht das Risiko potenzieller Fehlentscheidungen. Wird Haftungsanspruch vom eigenen Unternehmen an seine Manager oder von Dritten geltend gemacht, schützt die D&O-Versicherung die versicherte Führungskraft vor den finanziellen Folgen des Schadens.

 

Diskriminierungshaftpflichtversicherung

Die Diskriminierungshaftpflichtversicherung ist eine branchenspezifische Versicherungsleistung der Vermögensschaden- oder Betriebshaftpflichtversicherung. Sie greift dann, wenn ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz vorliegt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Mitarbeiter oder Bewerber aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer ethnischen Herkunft benachteiligt werden. Werden von einem Unternehmer Schmerzensgeld oder anderweitige Schadensersatzforderungen infolge eines Verstoßes gegen das AGG verlangt, übernimmt die Diskriminierungshaftpflichtversicherung diese Kosten.


 

 

E

Echter Vermögensschaden

Wenn Dritten finanzielle Nachteile entstehen, denen kein Personen- oder Sachschaden vorausgegangen ist, spricht man von reinen oder auch echten Vermögensschäden. In der Versicherungswelt wird zwischen echten und unechten Vermögensschäden (auch Vermögensfolgeschäden) unterschieden. Echte Vermögensschäden sind nicht in der Betriebshaftpflicht inkludiert, sondern müssen eigens über eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung versichert werden.

 

Eigenkapital

Eigenkapital bezeichnet das Reinvermögen eines Unternehmens und erfasst somit die Differenz aus Schulden und Vermögen. Im Versicherungswesen spielt Eigenkapital beispielsweise bei der Wahl der richtigen Deckungssumme der D&O-Versicherung eine Rolle.

 

Eigenschaden

Eigenschäden sind solche, die dem Versicherungsnehmer selbst entstehen. Eine Eigenschadenversicherung kann als Zusatz zur Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die nur für Schäden an Dritten aufkommt.

 

Elektronikversicherung

Sie versichert die betriebliche Elektronik und kommt für Kosten auf, die aufgrund von Beschädigungen oder Zerstörungen von elektronischen Geräten entstehen. Grundsätzlich ist betrieblich genutzte Elektronik bis zur jeweils gewählten Deckungssumme zwar durch die Inhaltsversicherung abgedeckt, bei besonders teuren Anlagen und hohen Schäden reicht diese aber oft nicht aus.

 

Elementarschaden

Hierzu zählen solche Schäden, welche durch Naturgewalten ausgelöst werden, also folglich durch Erde, Wasser, Luft oder Feuer entstehen. Gegen Aufpreis lässt sich die Absicherung von Elementarschäden wahlweise in die Inhalts- oder Gebäudeversicherung inkludieren.

Erstes Risiko

Eine Versicherung kann „auf erstes Risiko“ abgeschlossen werden. Das bedeutet, dass Versicherungsnehmer und Versicherer eine maximale Entschädigungssumme für ein bestimmtes Risiko, unabhängig vom tatsächlich möglichen Schaden in diesem Bereich vereinbaren. Eine allgemeine Versicherungssumme besteht dennoch. Fällt ein Versicherungsfall in den auf erstes Risiko versicherten Bereich, spielt die Schadenshöhe keine Rolle, sondern die vereinbarte Summe wird ausgezahlt. Diese Art der Versicherung kann Prämienvorteile mit sich bringen, birgt jedoch auch die Gefahr einer Unterversicherung.

 

Ertragsausfallversicherung

Identisch mit Betriebsunterbrechungsversicherung.

Diese Versicherung kann wahlweise als eigenständige Police (mittlere, bzw. große Betriebsunterbrechungs-) oder als Teil einer Inhaltsversicherung (kleine Betriebsunterbrechungsversicherung) abgeschlossen werden. Sie kommt für die Folgen eines Betriebsausfalls auf und übernimmt sowohl Gewinneinbußen als auch fortlaufende Kosten (beispielsweise Personalkosten).

 

Extended Coverage

Extended Coverage (EC) kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie „erweiterte Deckung“. Somit handelt es sich um eine Versicherung, mit der man zusätzliche Gefahren, die grundsätzlichen Leistungen einer Feuer- oder Betriebsunterbrechungsversicherung übersteigend, versichern lassen kann. Versicherbar sind hierbei unter anderem politische Risiken, wie innere Unruhen, Streik, böswillige Beschädigung sowie Überschwemmung, Erdbeben, Sturm, Hagel, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Rauch, Leitungswasser und Fahrzeuganprall.


 

 

F

Fahrlässigkeit

Fahrlässiges Verhalten liegt immer dann vor, wenn Schäden vom Versicherungsnehmer verschuldet oder die negativen Folgen des Handelns absehbar waren. Vor Schadensersatzerbringung prüft die Versicherung, ob der Versicherte eventuell fahrlässig gehandelt hat. Ist dies der Fall, ist die Versicherung, je nach Grad der Fahrlässigkeit, zu einer Kürzung des vertraglich vereinbarten Schadensersatzes berechtigt.

 

Frachtführerhaftpflichtversicherung

All jene, die gewerblich für dritte Personen Waren transportieren, können sich über eine Frachtführerhaftpflicht absichern. Diese übernimmt bis zur vereinbarten Deckungssumme Schadenskosten, die beim Transport oder infolge des Be- und Entladens von Waren entstehen.

 

Freier Beruf

Identisch mit Kammerberuf.

Ein freier Beruf ist eine selbstständig ausgeübte berufliche Tätigkeit im Bereich der Wissenschaft, Kunst, Schriftstellerei oder der Pädagogik.

 

Fremdschaden

Dieser Schaden lässt sich über eine Haftpflichtversicherung abdecken. Als Fremdschäden gelten jene, die der Versicherte einer Person oder fremdem Eigentum zufügt.


 

 

G

Geschäftsinhaltsversicherung

Identisch mit der Inhaltsversicherung.

Durch eine Geschäftsinhaltsversicherung kann eigener, gemieteter oder geleaster Geschäftsinhalt versichert werden. Sie richtet sich somit an Unternehmer, Selbstständige sowie Freiberufler. Sie deckt Schäden am Geschäftsinhalt durch Einbruch, Sturm und Hagel, Leitungswasser und Brand, Explosion oder Blitzschlag ab. Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte sind vom Versicherungsschutz eingeschlossen.

 

Gesetzliche Haftung

Identisch mit Haftung.

Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, uneingeschränkt und in voller Höhe für verursachte Schäden an fremden Personen oder am Eigentum anderer aufzukommen. Die Haftungspflicht erstreckt sich hierbei auf das gesamte Vermögen des Unternehmers.

Gewerbliche Gebäudeversicherung

Die Gebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab und richtet sich primär an Eigentümer gewerblich genutzter Gebäude. Nicht versichert sind Schäden am beweglichen Inhalt des Gebäudes – Dieses kann durch eine Inhaltsversicherung abgedeckt werden.

 

Glasversicherung

Mit dem Abschluss einer Glasversicherung können Unternehmer Glasflächen in und an Immobilien versichern. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherungsgegenstand gemietet, geleast oder Eigentum des Versicherungsnehmers ist. Glasversicherungen können als eigenständige Police oder, je nachdem ob man Glas am oder im Gebäude versichern möchte, als Zusatz zur bestehenden Gebäude- bzw. Inhaltsversicherung abgeschlossen werden.

 

 

H

Haftpflichtanspruch

Forderungen in Form von Haftpflichtansprüchen werden immer dann geltend gemacht, wenn sich der Geschädigte auf die gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen beruft und vom Schadensverursacher Wiedergutmachung fordert.

 

Haftung

Identisch mit Gesetzliche Haftung.

Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, uneingeschränkt und in voller Höhe für verursachte Schäden an fremden Personen oder am Eigentum anderer aufzukommen. Die Haftungspflicht erstreckt sich hierbei auf das gesamte Vermögen des Unternehmers. 

Höhere Gewalt

Schäden aufgrund von höherer Gewalt lassen sich nur begrenzt versichern. Höhere Gewalt beschreibt unvorhersehbare schadensverursachende Ereignisse. Beispiele sind Bürgerkrieg und Terrorismus. 

 

 

I

Implementierungsphase

Ist eine im Bereich der IT-Versicherungen meist für das Einfügen oder Installieren einer neuen Software gebräuchliche Begrifflichkeit. Oft ist es wichtig, dass bereits während dieser Phase ein Versicherungsschutz besteht, da das Schadensrisiko besonders vor der finalen Freigabe der entwickelten Software besonders hoch ist.

 

Inhaltsversicherung

Identisch mit der Geschäftsinhaltsversicherung.

Durch eine Inhaltsversicherung kann eigener, gemieteter oder geleaster Geschäftsinhalt versichert werden. Sie richtet sich somit an Unternehmer, Selbstständige sowie Freiberufler. Sie deckt Schäden am Geschäftsinhalt durch Einbruch, Sturm und Hagel, Leitungswasser und Brand, Explosion oder Blitzschlag ab. Betriebseinrichtung, Waren und Vorräte sind vom Versicherungsschutz eingeschlossen.

Internethaftpflichtversicherung

Die Internethaftpflicht, in der Regel ein Baustein der Betriebshaftpflichtversicherung, schützt bei Haftpflichtansprüchen aus Austausch, Übermittlung oder Bereitstellung von elektronischen Daten, z.B. Schäden Dritter durch Computerviren.

 

IT-Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung richtet sich vordergründig an IT-Dienstleister. Die IT-Haftpflichtversicherung ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, viele Auftraggeber verlangen jedoch bereits vor Auftragsvergabe einen entsprechenden Nachweis. Die IT-Haftpflicht kommt in erster Linie für Vermögensschäden auf, die der Dienstleister seinen Kunden zufügt. Während die klassische Betriebshaftplicht lediglich unechte Vermögensschäden abdeckt, kommt die IT-Haftpflicht für reine Vermögensschäden auf. Hierfür können je nach Bedarf auch höhere Versicherungssummen gewählt werden. Zudem lassen sich mit der IT-Haftpflicht auch Personen- und Sachschäden absichern.

 

 

J

Jahresmeldung

Identisch mit Prämienregulierung

Die Jahresmeldung (auch Prämienregulierung) wird zumeist vor Verlängerung des Vertrages vom Versicherer gefordert. Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, Angaben über ein eventuell verändertes/erhöhtes Risikopotenzial des Betriebes zu machen. Hat die Zahl der Risikofaktoren ab- oder zugenommen, kann das eine entsprechende Prämienanpassung zur Folge haben. Bei fahrlässigen Falschangaben oder dem Verschweigen von neuentstandenem Risikopotenzial kann es zu Vertragsstrafen oder der Kündigung des Versicherungsvertrages kommen. 

Jahresnettoumsatz

Der Jahresnettoumsatz (auch Nettoerlös genannt) gibt die gesamten Einnahmen aus wirtschaftlicher Tätigkeit eines Unternehmens im Zeitraum des vergangenen Jahres an. Abgezogen werden nur Preisschmälerungen und Umsatzsteuer. 

 

 

K

Kammerberuf

Identisch mit Freier Beruf.

Ein Kammerberuf ist eine selbstständig ausgeübte berufliche Tätigkeit im Bereich der Wissenschaft, Kunst, Schriftstellerei oder der Pädagogik.

 

Kautionsversicherung

Die Kautionsversicherung ist für Branchen wie das Baugewerbe, den Stahl- oder Metallbau konzipiert. Sie eignet sich für alle Branchen, in denen Bürgschaften geleistet werden können oder müssen. Eine Kautionsversicherung hat folglich die Übernahme von Gewährleistungen, Bürgschaften und Garantien zum Gegenstand. Es gibt vier große Arten von Bürgschaften, die durch eine Kautionsversicherung versicherbar sind: die Vertragserfüllungs-, Ausführungs-, Gewährleistungs- und An- und Vorauszahlungsbürgschaft.

Kostenbeteiligung

Identisch mit Selbstbeteiligung.

Die Summe der Kostenbeteiligung vereinbart der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer. Es handelt sich um die Summe, die pro Schadensfall vom Versicherten selbst getragen wird. Folglich springt die Versicherung erst bei Schäden ein, die über den Beitrag der Selbstbeteiligung hinausgehen.

L


 

 

M

Maschinenbruchversicherung

Die Maschinenbruchversicherung leistet Schadensersatz für beschädigte oder gänzlich ausgefallene Maschinen. Wichtig ist, dass alle zu versichernden Maschinen in der Police aufgeführt sind. Unternehmer können einzelne Maschinen sowie ganze Maschinenparks durch eine Maschinenbruchversicherung absichern. Betrieben, die beispielsweise einen hohen Technisierungsgrad aufweisen, empfiehlt sich diese Art der Versicherung besonders. Ist eine Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung inkludiert, übernimmt diese auch finanzielle Schäden aufgrund von Umsatzeinbußen verursacht durch einen Betriebsausfall.

 

Maximierung

Grundsätzlich steht die Deckungssumme je Schadenfall zur Verfügung. Die Gesamtleistung des Versicherers für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres wird durch die Maximierung begrenzt.

Mietsachschaden

Mietsachschäden entstehen an gemieteten, gepachteten oder geliehenen Gegenständen. Derartige Schäden sind in der Regel durch die Betriebshaftpflicht abgedeckt, jedoch sollte jeder Unternehmer genauestens prüfen, welche Voraussetzungen der Versicherungstarif für die Übernahme der Schäden fordert. Mietsachschäden sind maximal bis zur Höhe der vereinbarten Deckungssumme der Betriebshaftpflichtversicherung abgesichert, können jedoch je nach Tarif auch lediglich mit begrenzten Beträgen, niedriger als die allgemeine Deckungssumme, übernommen werden.

 

 

N

Nachbesserungsbegleitschaden

Diese Schäden treten als Folge oder Begleiterscheinung von Nachbesserungsarbeiten auf. Dies ist der Fall, wenn eine Nachbesserung mangelhaft durchgeführt wurde und bei der Verbesserung Folgekosten entstehen. Eine besonders leistungsstarke Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt diese Schadensart.

Neuwertversicherung

Bei der Neuwertversicherung sind der Neuwert des Versicherungsgegenstandes und die Versicherungssumme identisch. Problematisch ist hierbei, dass insbesondere bei Gebäudeversicherungen der Wert des Versicherungsgegenstandes im Laufe der Versicherungslaufzeit zunehmen kann. Kommt es also einige Zeit nach Vertragsabschluss zu einem Schaden, besteht das Risiko einer Unterversicherung. Daraus entwickelt sich das Konzept des gleitenden Neuwerts, bei dem sich die Versicherungssumme der Wertsteigerung des Versicherungsgegenstandes anpasst. 

 

 

O

Obliegenheit

Unter Obliegenheiten versteht man die Sorgfaltspflichten des Versicherungsnehmers. Man unterscheidet zwischen vorvertraglichen und vertraglichen Obliegenheiten. Vorvertraglich sind Obliegenheiten dann, wenn sie bestimmen, welche Angaben und Vorkehrungen vor Abschluss einer Versicherung getroffen werden müssen. Vertragliche Obliegenheiten sind vertraglich festgeschriebene Pflichten des Versicherungsnehmers für die Laufzeit des Vertrages. Bei Verstoß gegen Obliegenheiten beliebiger Art kann das Versicherungsverhältnis von Seiten des Versicherers aus (teilweise auch fristlos) gekündigt werden.

Offene Deckung

Die offene Deckung folgt dem gleichen Prinzip wie die All-Risk-Deckung. Während bei der All-Risk alle versicherbaren Risiken, bis auf explizit genannte Ausschlüsse, abgedeckt sind, werden bei der offenen Deckung alle Tätigkeiten des Versicherten eingeschlossen.

 

 

P

Passiver Rechtsschutz

Diese Art des Rechtsschutzes ist primärer Bestandteil einer Haftpflichtversicherung. Passiver Rechtsschutz bedeutet, dass die Versicherung bei Schadensersatzforderungen prüft, ob diese rechtmäßig bzw. angemessen sind und unrechtmäßige Forderungen abwehrt. Hierbei anfallende Kosten für Anwälte, Gerichte und weitere Prozesskosten werden gänzlich vom Versicherer getragen. Ist eine Forderung rechtmäßig, begleicht die Versicherung den Schaden bis zur vertraglich vereinbarten Deckungssumme.

 

Personenschaden

Kommt eine Person durch Verschulden einer anderen Person zu Schaden, hat diese gesetzlich geregelten Schadensanspruch. Ein solcher Personenschaden liegt vor, wenn die Gesundheit eines Dritten geschädigt, dieser verletzt oder dessen Tod verschuldet wird. Dabei können Heil- und Pflegekosten, Verdienstausfall, Schadensersatz oder auch lebenslange Rente gegen den Verursacher geltend gemacht werden.

 

Police

Die Police ist jene Versicherungsurkunde, die alle Details zur abgeschlossenen Versicherung enthält. Die genaue Laufzeit des Vertrages, eine Aufstellung aller Versicherungsleistungen sowie eine Unternehmensbeschreibung finden sich in der Police.
Soll eine freiwillige Versicherung versteuert werden, muss der betreffende Versicherungsschein länger als sechs Jahre aufbewahrt werden, in allen anderen Fällen obliegt es dem Versicherungsnehmer, die Versicherungsurkunde nach Ablauf der Vertragslaufzeit zu entsorgen.

Prämienregulierung

Identisch mit Jahresmeldung

Die Prämienregulierung (auch Jahresmeldung) wird zumeist vor Verlängerung des Vertrages vom Versicherer gefordert. Der Versicherungsnehmer ist dazu verpflichtet, Angaben über ein eventuell verändertes/erhöhtes Risikopotenzial des Betriebes zu machen. Hat die Zahl der Risikofaktoren ab- oder zugenommen, kann das eine entsprechende Prämienanpassung zur Folge haben. Bei fahrlässigen Falschangaben oder dem Verschweigen von neuentstandenem Risikopotenzial kann es zu Vertragsstrafen oder der Kündigung des Versicherungsvertrages kommen.

 

Produkthaftpflichtversicherung

Die Produkthaftpflichtversicherung schützt vor Schadensersatzansprüchen durch vom Versicherungsnehmer hergestellte/gelieferte Erzeugnisse und erbrachte Arbeiten und wird (bedingt) durch eine Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt. Nicht durch die Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt ist die Produktion in Serie und/oder der Weiterverkauf unter eigenem Namen sowie die Vermischung oder Weiterverarbeitung von Produkten. Hierfür kommt die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung auf.

 

Promille

Ein Promille steht allgemein für ein Tausendstel. Besonders im Bank- und Versicherungswesen findet diese Stellgröße häufig Verwendung. So beispielweise bei der Angabe einer Schadenshäufigkeit pro 1000 Risiken oder im Fall der Versicherungssumme einer Bauherrenhaftpflichtversicherung in Abhängigkeit von der Bausumme.


Q


 

 

R

Rechtsschutzversicherung

Eine Rechtsschutzversicherung schützt Unternehmen vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits. Die Rechtsschutzversicherung kann individuell zusammengestellt werden. So können Zusatzleistungen wie Bonitätsprüfung, Inkasso-Service, Vertragsmediation oder auch eine private Rechtsschutzversicherung eingeschlossen werden.

 

Regress

Regress ist die Rückforderung bereits geleisteter Versicherungsleistungen. So kann der Versicherer beispielsweise dritte Parteien, welche (Teil-)Schuld am Schaden tragen, in Regress nehmen.

Risikoausschluss

Identisch mit Deckungsausschluss.

Unter dem Deckungs- oder auch Risikoausschluss lässt sich die Menge aller Schadensfälle zusammenfassen, die der abgeschlossene Versicherungstarif nicht abdeckt. Der Risikoausschluss muss bei Vertragsabschluss klar durch die Versicherungsbedingungen definiert werden.

 

 

S

Sachschaden

Werden Sachen Dritter im Rahmen der Unternehmenstätigkeit beschädigt, spricht man von einem Sachschaden. Die Betriebshaftpflichtversicherung kommt im Versicherungsfall für die Reparatur oder bei vollständiger Zerstörung für den Zeitwert der beschädigten Sache auf.

 

Schadenregulierung

Die Regulierung eines Schadens umfasst den gesamten Prozess, den der Versicherer nach Erhalt der Schadensmeldung einleitet. Prüfung und Entscheidungsfindung bezüglich der Rechtmäßigkeit eines Schadensanspruches sind inbegriffen.

 

Schadensersatz

Unter Schadensersatz wird die finanzielle Wiedergutmachung bzw. der finanzielle Aufwand zum Ausgleich eines Schadens verstanden.

 

Schlüsselschaden

Ein sogenannter Schlüsselschaden entsteht dann, wenn eine Person einen ihr aus beruflichen Gründen anvertrauten Schlüssel verliert. Oft handelt es sich hierbei um Generalschlüssel oder Codekarten. Für jeden, der beruflich Schlüssel Dritter in eigener Verantwortung bei sich führt oder gebraucht, besteht die Gefahr eines solchen Schadens. Oftmals sind die Folgen weitreichender, als zunächst angenommen, da es notwendig werden kann, dass ganze Schließanlagen ausgetauscht werden müssen. Durch eine Betriebshaftpflicht kann man sich gegen die finanziellen Schäden eines Schlüsselverlustes versichern.

Schmerzensgeld

Das Schmerzensgeld ist ein finanzieller Schadensersatz für immaterielle Schäden. Beispielhafte Fälle, in denen Schmerzensgeldforderungen geltend gemacht werden können, sind unter anderem Körper- oder Freiheitsverletzungen. Branchenspezifisch lassen sich passende Versicherungen abschließen, die den Unternehmer vor derartigen Forderungen schützen.

 

Selbstbeteiligung

Identisch mit Kostenbeteiligung.

Die Summe der Selbstbeteiligung vereinbart der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss mit dem Versicherer. Es handelt sich um die Summe, die pro Schadensfall vom Versicherten selbst getragen wird. Folglich springt die Versicherung erst bei Schäden ein, die über den Beitrag der Kostenbeteiligung hinausgehen.

 

Sonderziehungsrechte (SZR)

Sonderziehungsrechte sind eine Recheneinheit des Internationalen Währungsfonds. Der aktuelle Wert eines Sonderziehungsrechts berechnet sich nach dem aktuellen Dollar-Kurs. Im Bereich der Frachtführerversicherung beschreibt der Wert der Sonderziehungsrechte den Haftungsbetrag pro Kilogramm transportierter Ware. Ein SZR beträgt ungefähr 1,20 Euro. Da das Transportrecht europaweit vereinheitlicht wurde, beträgt die Höhe des Haftungsbetrags in der Regel 8,33 SZR/Kilogramm. Der Frachtführer hat aber die Option, auch 40 SZR/Kilogramm transportierter Ware zu vereinbaren.

 

 

T

Tätigkeitsschaden

Wenn Besitz Dritter infolge der Ausführung eines beruflichen Auftrages beschädigt wird, nennt man dies einen Tätigkeitsschaden. Voraussetzung ist, dass die beschädigte Sache im Zuge des Auftrages bearbeitet und beschädigt wird. Die Versicherung von Tätigkeitsschäden gehört nicht zu den Standard-Leistungen irgendeiner Versicherung, weshalb Unternehmer prüfen sollten, welche Arten von Tätigkeitsschäden ihre Betriebshaftpflicht inkludiert.

Transportversicherung

Diese Art der Versicherung sichert Güter sowie Transportmittel von der Be- bis zur Entladung ab. Es spielt keine Rolle, ob ein Unternehmen eigene oder fremde Güter transportiert. Gewerbliche Frachtführer, deren Transportmittel eine Nutzlast von mehr als 3,5 Tonnen aufweisen, sind gesetzlich zum Abschluss einer Transportversicherung verpflichtet. In deren Rahmen wird zwischen Verkehrshaftungs-, Werkverkehrs- und Warentransportversicherung unterschieden. 

 

 

U

Umweltschaden

Von Menschen verursachte Umweltschäden können Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. Es kann sich um direkte wie um indirekte Umweltschäden handeln. Der Schadensverursacher haftet entweder nach dem Umwelthaftungsgesetz (wenn die Forderungen von geschädigten Dritten gestellt werden) oder nach dem Umweltschadensgesetz (falls es sich bei den beschädigten Gegenständen um Kollektivgüter handelt). Umweltschäden laut dem Umwelthaftungsgesetz sind in der Betriebshaftpflichtversicherung inkludiert, solche nach dem Umweltschadensgesetz jedoch in der Regel nicht.

 

Unechter Vermögensschaden/Vermögensfolgeschaden

Bei unechten Vermögensschäden handelt es sich um finanzielle Nachteile Dritter, die infolge eines Personen- oder Sachschadens entstehen. In der Regel sind sie durch eine Betriebshaftpflicht versichert.

Unterversicherung

Unterversicherung besteht, wenn der Wert des Versicherungsgegenstandes höher ist als die Versicherungssumme. Eine Unterversicherung kann beispielsweise entstehen, wenn der Wert eines versicherten Gebäudes im Laufe der Vertragslaufzeit steigt, da beispielsweise Räumlichkeiten erweitert oder ähnliche bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Wird in diesem Fall der Versicherungstarif nicht angepasst, kommt es zum unzureichenden Versicherungsschutz.


 

 

V

Veranstalterhaftpflichtversicherung

Eine Veranstalterhaftpflicht schützt den Versicherungsnehmer, der gewerblich Veranstaltungen ausrichtet, vor den finanziellen Konsequenzen eines Sach-, Personen- oder Vermögensschadens sowie vor Schadenskosten entstanden durch Auf- oder Abbau von Equipment. Zudem ist ein passiver Rechtsschutz inkludiert.

 

Vermögensschaden

Als Vermögensschaden wird bezeichnet, wenn eine Person durch Handlungen, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit stehen, einer anderen Person einen finanziellen Nachteil zufügt. Die Versicherung unterscheidet zwischen echten und unechten Vermögensschäden. Unechte Vermögensschäden sind in der Betriebshaftpflicht inkludiert, reine Vermögensschäden bedürfen einer gesonderten Vermögensschadenshaftpflichtversicherung.

 

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Diese Versicherung kommt für reine Vermögensschäden auf. Sie ist bei besonders risikoaffinen Berufssparten sogar gesetzlich vorgeschrieben, so etwa bei Steuerberatern, Immobiliardarlehensvermittlern, Sachverständigen, etc., ….

 

Versicherungsantrag

Der Versicherungsnehmer stellt den Versicherungsantrag an einen Versicherer. Er schildert darin die Anforderungen, die er an eine gewünschte Versicherung stellt. Für den Antragsteller besteht eine vorvertragliche Anzeigepflicht. Sind in dem Versicherungsantrag Fragen enthalten, die dem Versicherer zur Risiko-Einschätzung des zu versichernden Unternehmens verhelfen, müssen diese vom Versicherungsnehmer wahrheitsgemäß beantwortet werden. Ein Vertragsverhältnis kommt erst zustande, nachdem der Versicherer den Antrag akzeptiert hat.

 

Versicherungsbedingungen

Hier kann zwischen allgemeinen und besonderen Versicherungsbedingungen unterschieden werden. Allgemeine Versicherungsbedingungen sind, in Anlehnung an die allgemeinen Geschäftsbedingungen, Grundlage aller Versicherungsverträge.

 

Versicherungsbeitrag

Identisch mit Versicherungsprämie.

Der Versicherungsbeitrag ist die Summe, die der Versicherungsnehmer als Gegenleistung für den Versicherungsschutz an die Versicherungsgesellschaft zahlt. Dieser Beitrag wird beeinflusst durch verschiedene Faktoren, wie Deckungssumme, Selbstbeteiligung und Vertragslaufzeit. Je nachdem, wie diese Faktoren gewählt werden, kann die Prämie sich heben oder senken. Die Zahlweise kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich sein.

 

Versicherungslaufzeit

Die Länge eines Versicherungsvertrages bestimmt die Dauer für die der Versicherer dem Versicherten Versicherungsschutz gewährt. In der Regel haben Versicherungsverträge eine Laufzeit von einem bis drei Jahren. Je nach Bereitschaft, sich länger an einen Versicherer zu binden, lässt sich in der Regel die Prämie senken. Wird der Vertrag nicht vor Ablauf einer Versicherungsperiode gekündigt, verlängert er sich. Oftmals besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht nach einem Schadensfall oder im Zuge einer Prämienerhöhung durch den Versicherer.

Versicherungsnehmer

Der Versicherungsnehmer ist die Person, welche mit einem Versicherer einen Versicherungsvertrag abgeschlossen hat. Versicherte unterliegen den vertraglich vereinbarten Pflichten des abgeschlossenen Vertrages.

 

Versicherungsprämie

Identisch mit Versicherungsbeitrag.

Die Versicherungsprämie ist die Summe, die der Versicherungsnehmer als Gegenleistung für den Versicherungsschutz an das Versicherungsunternehmen zahlt. Sie unterliegt verschiedenen Faktoren, wie Deckungssumme, Selbstbeteiligung und Vertragslaufzeit. Je nachdem, wie diese Faktoren gewählt werden, kann der Versicherungsbeitrag sich heben oder senken. Die Zahlweise kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich sein.

 

Versicherungssumme

Identisch mit Deckungssumme.

Versicherer zahlen im Schadensfall nicht unbegrenzt, weshalb zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer eine Versicherungssumme vereinbart wird. Diese beschreibt den Betrag, welcher im Schadensfall maximal von der Versicherung ausgezahlt wird. Die Summe sollte im besten Fall den höchstmöglichen Schaden abdecken, sodass das Unternehmen umfassend vor Schadenskosten abgesichert ist.

 

Vorsatz

Erreicht den Versicherer eine Schadensmeldung, wird diese grundsätzlich erst einmal auf vorsätzliches Handeln des Versicherten überprüft. Ein durch Vorsatz herbeigeführter Schaden ist ein durch den Versicherungsnehmer wissentlich und willentlich in Kauf genommener Schaden. Kann der Versicherer das vorsätzliche Handeln nachweisen, ist er nicht zur Zahlung des Schadens verpflichtet.

 

Vorsorgeversicherung

Die Vorsorgeversicherung kann als Erweiterung der gewerblichen Haftpflicht- sowie der Inhaltsversicherung abgeschlossen werden. Bei der gewerblichen Haftpflicht sind in der Regel Risiken, die nach Vertragsabschluss entstehen, nicht oder nur mit einem Teil der vereinbarten Deckungssumme versichert. Der Abschluss einer Vorsorgeversicherung schließt diese Risiken in den Versicherungsschutz ein. Im Fall der Inhaltsversicherung wird der Unternehmer durch eine Vorsorge- vor einer Unterversicherung geschützt. Kommt es zur Wertsteigerung oder zu Erweiterungen des versicherten Gegenstandes, passt sich die Versicherungssumme an. Um die Vorsorgeversicherung voll auszuschöpfen, muss der Versicherte seine Anzeigepflicht wahrnehmen und neue Risiken sowie Veränderungen am Versicherungsgegenstand melden.

 

 

W

Werkverkehrsversicherung

Durch eine Werkverkehrsversicherung (Unterart der Transportversicherung) lassen sich die eigenen Transportmittel sowie transportierte Waren eines Unternehmens versichern. Hierbei ist zu beachten, dass auch die Fahrer unternehmenszugehörig sein müssen. Bei vorschriftsgemäßem Handeln (Sicherung der Waren, Gesetzessorgfalt) fungiert die Werkverkehrs- als All-Risk-Versicherung. Will ein Unternehmen auch firmenfremde Fahrer und Transportmittel versichern lassen, ist eine Transportversicherung vonnöten.

 

Wiederbeschaffungswert

Der Wiederbeschaffungswert spielt im Bereich der Haftpflichtversicherungen eine Rolle. Es handelt sich um den Betrag, der aufgebracht werden muss, um einen beschädigten Gegenstand zu ersetzen, folglich also um eine Wertbestimmung. Der Wiederbeschaffungswert bestimmt die Höhe des Schadensanspruches des Geschädigten gegenüber dem Schadensverursacher.

Wiederherstellung von Geschäftsunterlagen

Sind infolge eines Schadens Geschäftsunterlagen abhandengekommen oder vernichtet worden, ist oftmals eine Wiederherstellung notwendig. Da jene Unterlagen im Sinne der Inhaltsversicherung nicht zum Betriebsinhalt zählen, sind sie oftmals nicht oder nur zum Teil mitversichert. Die Erstattung von Schäden an Geschäftsunterlagen lässt sich jedoch als Zusatzleistung in den Tarif einschließen. Die finanziellen Aufwendungen, die nötig sind, um die Unterlagen wiederherzustellen, nennen sich Wiederherstellungskosten. Die Wiederherstellung sollte innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren nach Eintritt des Schadensereignisses stattfinden.


X


Y


 

 

Z

Zahlungsweise

Versicherungsbeiträge können monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich beglichen werden. In der Regel steigt die Prämie bei kürzeren Zahlungsintervallen, da diese größeren bürokratischen Aufwand für den Versicherer bedeuten. Die Zahlung kann wahlweise per Lastschrift oder durch Überweisung erfolgen.

Zeitwertversicherung

Im Gegensatz zur Neuwert-, wird bei der Zeitwertversicherung im Schadensfall nur der aktuelle Wert des beschädigten Gegenstandes durch die Versicherung beglichen. Dieser wird anhand einiger Faktoren (Alter, Nutzungsdauer und Gebrauch) berechnet.
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